BENNING 044682 CM 9-1 Leckstromzange TRUE RMS 60 A AC nach EN 61557-13, CAT IV 300 V
Artikelnummer: 044682


Produktdetailbeschreibung
Sie suchen den Weg, auf dem Strom abfließt, und können dafür den Betrieb nicht abschalten? Die BENNING CM 9-1 ist eine Leckstromzange nach EN 61557-13. Sie misst Differenz- und Schutzleiterströme im laufenden Betrieb der Anlage, sodass Sie ein defektes Kabel, eine lose Klemme, Verschmutzung oder Feuchtigkeit finden, bevor daraus ein Schaden entsteht. Wechselstrom misst sie bis 60 A, Spannung bis 600 V und Widerstand bis 600 kΩ. Die Zangenöffnung beträgt 23 mm, das Gerät wiegt 296 g mit Batterien und arbeitet in CAT IV 300 V und CAT III 600 V.
Ist dieses Gerät das Richtige für Sie?
Ja, wenn Sie
- die Ursache für das Auslösen eines Fehlerstromschutzschalters suchen
- Schutzleiter- und Differenzströme an Geräten nach VDE 0701-0702 messen
- im laufenden Betrieb messen wollen, ohne Maschine oder Verteilung abzuschalten
- in Umgebungen mit Frequenzumrichtern arbeiten und Störungen filtern müssen
- in Anlagen bis CAT IV 300 V oder CAT III 600 V arbeiten
Nein, wenn Sie
- Gleichstrom messen müssen, die Zange erfasst nur Wechselstrom
- Wechselstrom über 60 A messen
- Kapazität, Frequenz, Temperatur oder eine Diodenprüfung benötigen
- Leiter umfassen, die nicht in die Zangenöffnung von 23 mm passen
- in feuchter Umgebung messen, die Schutzart IP 30 bietet keinen Wasserschutz
Auf einen Blick
- Messung von Ableit-, Differenz- und Laststrom nach EN 61557-13
- Zangenmessung von Wechselstrom in fünf Bereichen bis 60 A
- feinste Auflösung 0,001 mA im Bereich 6 mA, kleinster Anzeigewert 0,010 mA
- echter Effektivwert bei Wechselgrößen, mit AC-Kopplung
- Wechsel- und Gleichspannung bis 600 V, Widerstand bis 600 kΩ
- LPF-Tiefpassfilter für 40 bis 70 Hz gegen Störungen aus Frequenzumrichtern
- vierstellige Anzeige mit einem höchsten Anzeigewert von 6000, Ziffernhöhe 12 mm, Beleuchtung
- Tasten ZERO für den Nullabgleich, PEAK für den Spitzenwert und HOLD zum Festhalten
- Zangenöffnung 23 mm, Abmessungen 210 x 76 x 33,5 mm, Gewicht 296 g mit Batterien
- CAT IV 300 V und CAT III 600 V, Schutzklasse II, Schutzart IP 30
- Versorgung über zwei 1,5-V-Micro-Batterien AAA, Lebensdauer der Alkalibatterien 40 bis 60 Stunden
Funktionen
Wechselstrom misst die Zange in fünf Bereichen, von 6 mA mit einer Auflösung von 0,001 mA bis 60 A. Bei deaktiviertem LPF-Filter hängt die Genauigkeit von der Frequenz des gemessenen Stroms ab. Im Bereich 40 bis 70 Hz beträgt sie ±1,0 % vom Messwert, im Bereich 15 bis 40 Hz ±2,0 % und im Bereich 70 bis 200 Hz ±2,5 %. Hinzu kommen im Bereich 6 mA 10 Digit und in den übrigen Bereichen 7 Digit, wobei ein Digit einem Zahlenschritt der letzten Stelle entspricht. Der Stromeingang ist bis 60 A AC und DC überlastgeschützt. Die angegebenen Genauigkeiten gelten bei 23 °C mit einer Abweichung von 5 °C, bei einer Luftfeuchte unter 80 % und für Werte von 1 bis 100 % des Messbereichsendwertes. Unter 18 °C und über 28 °C kommt je Grad ein Zehntel der angegebenen Genauigkeit hinzu.
Den LPF-Tiefpassfilter aktivieren Sie, indem Sie die Taste ZERO zwei Sekunden gedrückt halten; er wirkt nur in den Strommessarten mA und A. Als Tiefpass senkt er die Grenzfrequenz von etwa 1 kHz auf etwa 180 Hz und unterdrückt hochfrequente Störsignale aus Anlagen mit Frequenzumrichter. Bei aktiviertem Filter ist die Genauigkeit nur für das Band 40 bis 70 Hz angegeben. Die Frequenzcharakteristik nach DIN EN 61557-16 und damit den Einsatz zur Messung von Schutzleiter- und Differenzströmen an Geräten nach VDE 0701-0702 bestätigt die Bedienungsanleitung nur bei deaktiviertem Filter.
Spannung misst das Gerät in zwei Bereichen bis 600 V. Bei Gleichspannung beträgt die Genauigkeit 1,0 % vom Messwert und 4 Digit, bei Wechselspannung 1,2 % und 5 Digit im Bereich 15 Hz bis 1 kHz. Der Eingangswiderstand beträgt bei Gleichspannung mindestens 2 MΩ und bei Wechselspannung etwa 2 MΩ. Die Spannungs- und Widerstandsbereiche sind bis 600 V AC und DC überlastgeschützt. Wechselgrößen werden als echter Effektivwert mit AC-Kopplung ausgewertet, die Kalibrierung ist auf Sinuskurvenform abgestimmt, bei Abweichungen von dieser Form wird der Anzeigewert ungenauer. Der Crest-Faktor muss unter 2,0 über den vollen Bereich und unter 4,0 bis zur Hälfte des Bereichs liegen. Widerstände misst das Gerät in vier Bereichen bis 600 kΩ mit 1,0 % und 4 Digit, die Leerlaufspannung beträgt etwa 3 V und der Prüfstrom höchstens 1 mA. Der Summer der Durchgangsprüfung meldet sich, sobald der Widerstand etwa 45 Ω unterschreitet.
Bedienung und Anzeigen
Die Funktion wählen Sie am Drehschalter, der auch die Ausschaltstellung OFF enthält, die Bereichswahl erfolgt automatisch. Die Taste ZERO dient dem Nullabgleich bei Strommessungen und lässt sich in allen Bereichen zur Differenzmessung nutzen, der Abgleich ist bei jedem Wert möglich. Halten Sie dieselbe Taste zwei Sekunden gedrückt, schaltet sich der LPF-Filter ein und im Display erscheint das Symbol LPF. Die Taste PEAK erfasst in den Spannungs- und Strommessarten den Spitzenwert, ein kurzer Druck führt zurück in den Normalmodus, und in der Widerstandsstellung schaltet sie auf die akustische Durchgangsprüfung um.
Ein kurzer Druck auf HOLD friert den angezeigten Messwert ein. Ein langer Druck von zwei Sekunden verlässt die automatische Bereichswahl und schaltet in den nächsthöheren Messbereich, und zwar nur in den Spannungs- und Stromfunktionen. Sobald Sie am Drehschalter eine andere Funktion wählen, ist die automatische Bereichswahl wieder aktiv. Die gelbe Taste schaltet die Beleuchtung ein, die durch erneuten Druck oder selbsttätig nach etwa 30 Sekunden erlischt. Die Anzeige wird nominal zweimal pro Sekunde aktualisiert. Eine Bereichsüberschreitung meldet die Anzeige 0L. mit Punkt, bei Überlast bleiben laut Bedienungsanleitung Anzeige und Warnung aus. Bei zu niedriger Batteriespannung erscheint ein Batteriesymbol. Nach etwa 30 Minuten schaltet sich das Gerät selbsttätig ab; diese Abschaltung deaktivieren Sie, indem Sie beim Einschalten aus der Stellung OFF die Taste HOLD gedrückt halten.
Montage und Anwendung
Prüfen Sie vor der Messung die Angaben zu Nennspannung und Nennstrom auf den Messleitungen sowie deren Isolierung und Durchgang. Eine beschädigte Leitung ist sofort auszusondern. Stecken Sie vor Messungen in CAT III und CAT IV die mit CAT III und CAT IV gekennzeichneten Aufsteckkappen auf die Kontaktspitzen, das hervorstehende leitfähige Teil darf höchstens 4 mm lang sein. Trennen Sie die Leitungen von der Messstelle, bevor Sie eine andere Funktion wählen. Starke Störquellen in der Nähe können zu instabiler Anzeige und zu Messfehlern führen. Benutzen und lagern Sie das Gerät nur unter den angegebenen Temperaturbedingungen und vermeiden Sie dauernde Sonneneinstrahlung.
Entfernen Sie für die Strommessung die Messleitungen und legen Sie keine Spannung an die Eingangsbuchsen an. Aktivieren Sie bei Bedarf den LPF-Filter, gleichen Sie mit ZERO ab, betätigen Sie den Öffnungshebel und umfassen Sie das Messobjekt mittig mit der Zange. Die Bedienungsanleitung zeigt fünf Anordnungen: Ableitstrom über den Erdleiter, Differenzstrom an einphasigen Systemen, Ableitstrom über den Erdleiter bei dreiphasiger Versorgung sowie Differenzstrom bei dreiphasig gespeisten Verbrauchern mit und ohne N-Leiter. Bei der Widerstandsmessung darf an der Messstelle keine Spannung anliegen.
Das Gerät darf nicht geöffnet werden, es enthält keine durch den Benutzer reparablen Bauteile und besitzt keine Sicherung. Wischen Sie das Gehäuse mit einem trockenen Tuch ohne Lösungs- und Poliermittel ab. Trennen Sie vor dem Batteriewechsel das Gerät und beide Messleitungen vom Messobjekt, ziehen Sie die Leitungen aus dem Gerät und schalten Sie auf OFF. Der Batteriewechsel erfolgt dann nach dem Lösen der Schraube am Batteriedeckel auf der Rückseite. BENNING garantiert die angegebenen Spezifikationen im ersten Jahr nach Auslieferung und empfiehlt ein Kalibrierintervall von einem Jahr.
Einsatzbereiche
- Ursachensuche bei wiederholtem Auslösen eines Fehlerstromschutzschalters
- Messung von Schutzleiter- und Differenzströmen bei der Geräteprüfung
- Auffinden von Isolationsfehlern, defekten Kabeln, losen Klemmen, Verschmutzung und Feuchtigkeit
- vorbeugende Instandhaltung an Maschinen und Verteilungen ohne Abschaltung
- Messung von Lastströmen bis 60 A
- Umgebungen mit Frequenzumrichtern, in denen hochfrequente Störungen zu unterdrücken sind
- Bahn und Industrie, für die der Hersteller den Frequenzbereich 15 Hz bis 1 kHz nennt
Wichtig vor dem Kauf
- Die Zange misst nur Wechselstrom. Gleichspannung misst das Gerät, Gleichstrom nicht.
- Kapazität, Frequenz, Temperatur und Dioden misst es nicht.
- Die Stromgenauigkeit hängt von der Frequenz ab. Am besten ist sie mit 1,0 % im Bereich 40 bis 70 Hz, im Bereich 15 bis 40 Hz sind es 2,0 % und im Bereich 70 bis 200 Hz 2,5 %.
- Bei aktiviertem LPF-Filter entspricht die Frequenzcharakteristik nicht mehr der EN 61557-16. Für Messungen nach VDE 0701-0702 muss der Filter ausgeschaltet sein.
- Die Auflösung von 0,001 mA ist nicht der kleinste messbare Wert. Der kleinste Anzeigewert beträgt 0,010 mA.
- Die angegebene Genauigkeit gilt für Werte von 1 bis 100 % des Messbereichsendwertes.
- Die Betriebsunsicherheit liegt in einem Magnetfeld von 10 A pro Meter bei Werten von 3,5 bis 10 mA unter 15 % und oberhalb von 10 mA unter 10 %, in einem Feld von 30 A pro Meter unter 20 % beziehungsweise unter 12,5 %.
- Die Konformität nach EN 61557-13 nennt die Bedienungsanleitung als Betriebsklasse 2 für Felder bis 30 A pro Meter, einen Nennstrom von 3,5 mA bis 600 mA und Frequenzen von 40 Hz bis 1 kHz. Die Bereiche 6 A und 60 A fallen nicht in diesen Konformitätsrahmen.
- Ein externes niederfrequentes Magnetfeld im Band 15 bis 400 Hz verändert den Messwert um 10 µA je Mikrotesla, das entspricht dem gesamten kleinsten Anzeigewert.
- Die mitgelieferten Messleitungen sind für 10 A ausgelegt, mit Aufsteckkappe für 1000 V CAT III und 600 V CAT IV, ohne Kappe nur für 1000 V CAT II.
- Die Grenzwerte 300 V CAT IV und 600 V CAT III gelten für die Spannung des Leiters gegen Erde.
- Das Gerät darf nicht in externen niederfrequenten Magnetfeldern über 30 A pro Meter verwendet werden.
- Die Lage des Leiters in der Zange beeinflusst den Messwert um 1 %, beim Differenzstromverfahren kommen ±6 µA je Ampere Laststrom hinzu.
- Der Überlastschutz des Stromeingangs beträgt 60 A und entspricht damit dem obersten Bereich.
- Die Bedienungsanleitung warnt ausdrücklich, dass bei Überlast Anzeige und Warnung ausbleiben.
- Für Messungen in CAT III und CAT IV sind die Aufsteckkappen vorgeschrieben, das leitfähige Teil darf höchstens 4 mm hervorstehen.
- Entfernen Sie bei der Strommessung die Messleitungen und legen Sie keine Spannung an die Eingangsbuchsen an.
- Die Zangenöffnung beträgt 23 mm. Das Gerät darf nicht geöffnet werden und besitzt keine Sicherung.
- Die Schutzart IP 30 schützt gegen feste Fremdkörper über 2,5 mm, einen Wasserschutz gibt es nicht. Die Arbeitstemperatur reicht von 0 bis 40 °C bei nicht kondensierender Luftfeuchte unter 80 %, gelagert wird bei -10 bis +60 °C und einer Luftfeuchte unter 80 % ohne Batterien. Gemessen wird bis 2000 m Höhe bei Verschmutzungsgrad 2.
- Die Lebensdauer der Alkalibatterien beträgt etwa 40 bis 60 Stunden und gilt ohne Nutzung von Summer und Beleuchtung.
- Das Gerät ist nach EN 61010-1, EN 61010-2-032, EN 61010-2-033, EN 61010-031 und EN 61557-13 gebaut und geprüft, Schutzklasse II.
- Die Bedienungsanleitung richtet sich an Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen. Bereits Spannungen ab 30 V AC und 60 V DC können lebensgefährlich sein.
Häufige Fragen
Muss ich für die Messung den Betrieb abschalten?
Nein. Der Hersteller nennt ausdrücklich die Messung ohne Abschaltung, im normalen Betrieb der Anlage oder des Gerätes. Genau dafür eignet sich die Zange in der vorbeugenden Instandhaltung.
Wann sollte ich den LPF-Filter einschalten?
Dann, wenn hochfrequente Störsignale aus Anlagen mit Frequenzumrichter die Messung stören. Für Prüfungen nach VDE 0701-0702 lassen Sie ihn jedoch ausgeschaltet, sonst gilt die Frequenzcharakteristik nach EN 61557-16 nicht mehr.
Misst das Gerät auch Gleichstrom?
Nein. Die Zange erfasst nur Wechselstrom. Gleichspannung bis 600 V misst das Gerät.
Darf ich eine Nullanzeige als Nachweis der Spannungsfreiheit werten?
Nein. In kleinen Spannungsbereichen bleibt laut Bedienungsanleitung bei offenen Messleitungen die Null-Volt-Anzeige durch Einstreuungen aus. Prüfen Sie die Funktion durch Kurzschluss der Messspitzen und weisen Sie die Spannungsfreiheit nach dem vorgeschriebenen Verfahren nach.
Löst das Gerät wirklich ein Mikroampere auf?
Die Auflösung im Bereich 6 mA beträgt 0,001 mA, also ein Mikroampere, der kleinste Anzeigewert liegt laut Bedienungsanleitung jedoch bei 0,010 mA. Bei kleinen Strömen sind zudem der Einfluss externer Magnetfelder und die Lage des Leiters zu berücksichtigen.
Was ist im Lieferumfang enthalten?
Die Stromzange, je eine schwarze und rote Sicherheitsmessleitung mit 1,4 m Länge, eine kompakte Schutztasche, zwei 1,5-V-Micro-Batterien AAA und eine Bedienungsanleitung.
Wie oft ist zu kalibrieren?
BENNING empfiehlt ein Kalibrierintervall von einem Jahr und garantiert die Einhaltung der Spezifikationen im ersten Jahr nach Auslieferung.
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stromzangen |
|---|---|
| EAN: | 4014651446823 |
| Abmessungen: | 76 x 210 x 34 mm |
| Ableitstrommessung: | Ja |
| Anzeige: | digital |
| Durchgangsprüfung: | Ja |
| Echteffektivwertmessung (TRMS): | Ja |
| Gewicht: | 0,65 |
| Max. Spannung Messkreiskategorie: | 300 V |
| Messbereichswahl: | automatisch |
| Messkreiskategorie: | CAT IV |
| Mit Bildschirmhintergrundbeleuchtung: | Ja |
| Schutzart IP: | IP30 |
| Spannungsmessung, AC: | Ja |
| Spannungsmessung, DC: | Ja |
| Stromart: | AC |
| Strommessbereich/AC: | 1,0E-6, 60 |
| Strommessbereich/DC: | 0 |
| Widerstandsmessbereich: | Ja |
| Zangenöffnung: | 23 mm |
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